Hebamme
Das hab ich ja noch gar nicht geschrieben.
Ich habe den ersten Kontakt zu einer Hebamme hergestellt.
Bereits am merkte ich, daß die nicht älter sein wird als ich.
Nun war ich letzte Woche Freitag zu einem ersten Kennenlerngespräch.
Meine ersten Eindrücke machen ein skeptisches Bauchgefühl:
+ nur 3km von meinem Dorf entfernt
+ sehr neue schlicht-moderne Praxis aber trotzdem stilvoll und warm von der Atmosphäre her
+ freundliches Mädel
- wahrscheinlich jünger als ich oder gleichaltrig
Das ist der einzige aber entscheidende Grund.
Ich bin nicht der Meinung, daß ihre Erfahrung nicht ausreicht, um gute Arbeit zu leisten!
Aber ich habe ein Problem mit Gleichaltrigen.
Ich vergleiche und dabei schneidet sie nicht gut ab.
Sie ist eine Frau in meinem Alter, die mir aber ansonsten nicht liegt vom Kleidungsstil,
von der Art zu reden. Sie ist mir irgendwie zu 0-8-15.
Sie wirkt nett und fröhlich, aber das reicht mir nicht.
Außerdem redete sie die ganze Zeit nur von ihrer Arbeit und hat mich nix gefragt außer, ob ich noch Fragen hätte.
Naja, immerhin hat sie mir noch geraten, Johanniskrauttee und Rescue-Tropfen zu besorgen, um
meinem Streß entgegenzuwirken und in Akutsituationen etwas an der Hand zu haben.
Ich glaube, ich brauche eher eine Frau, die ein bißchen älter ist. Gern etwas mütterlich und/oder alternativ.
So bin ich also auf das andere Extrem gestoßen.
Die Dame ist komplett ergraut und hatte in ihrem Leben gut Zeit, allerhand zu lernen.
Ihr Angebot an Leistungen über die (von der Kasse bezahlten) üblichen Hebammenstandardangebote hinaus
umfaßt:
- Moxatherapie (zur Wendung bei Steißlage)
- Kurse für Babymassage
- Tragetuchschule
- Hilfe beiSchrei- undKolikbabys
- Aromatherapie
- Bachblütentherapie
- Homöopathie und Akkupunktur (zur Geburtsvorbereitung)
- Sie hat eine extra Stillausbildung zur Laktationsberaterin
Die einzige Sorge, die ich habe, ist, daß die Dame vielleicht etwas zu resolut und zu wenig einfühlsam ist.
Aber ich erwarte erstmal ihren Rückruf zwecks Terminabsprache.