Kugelwachstum
Ich denke, es ist soweit.
Zwar konnte ich bereits in der letzten Woche deutlich spüren, daß beim Strecken und Drehen irgendwas anders ist.
Es fühlte sich an, als wenn da was Festes im Unterbauch ist, daß sich einfach nicht mitdehnen will.
Wenn ich auf dem Rücken liegend meine Plauze betastete, bedrückte, bezupfte ist schon zu merken, daß da was Hartes drin ist und der Bauch eher spannt als schwabbelt.
Und mopsiger fand ich mich auch.
Aber das sah vorm Spiegel doch mehr nach späten Weihnachtsgansfolgen aus.
Gestern Abend jedoch stand ich vorm Spiegel und dachte:"Jetzt geht´s los!"
Der Wölbungsansatz verläuft eindeutig zu horizontal nach vorne, statt des sanften Anschwellens eines angezüchteten Speckbauches.
Äh, egal. Ich weiß, was gemeint ist :lach:
Mit diesen auch nach außen hin (nicht für andere aber für uns) sichtbaren Zeichen verändert sich für mich innen auch Einiges.
Es ist leicht, euphorisch und glücklich zu sein, wenn der Grund des Anstoßes so weit weg, unrealistisch und wunderlich erscheint.
Nun ist es klar. Noch klarer als ein Ultraschallbild. Das ist ja bloß irgendein Bild auf einem Monitor.
Ich vergleiche es mit dem Hochgefühl, eine erfolgreiche Bewerbung sowie ein gutes Vorstellungsgespräch für den hochbezalten Traumjob hingelegt zu haben.
Man malt sich alles in den schönsten Farben aus und ist erstmal nur diffus stolz und glücklich.
Dann steht aber der erste Arbeitstag unmittelbar bevor und erste realistische Vorstellungen kommen aus den hintersten Hirnwindungen hervorgekrochen.
"Ist der Job nicht zu groß für mich?"
"Kann ich mich bewähren?"
"Wie wird mein neues Leben aussehen?"
"Wieviel ICH bleibt ab sofort noch für MICH übrig?"
Und die einzig sichere Antwort ist:
"Keine Ahnung! Wir werden sehen!"
Ja. Die rosaroten Gläser klaren sich auf.
Aber das macht mir keine Angst. Ich weiß, daß das dazugehört!
Bauchbilder? Kommen! Aber nicht jetzt ;)