Trend Osteopathie - wir machen mit

Veröffentlicht auf von Waldloewin

Meine Hebamme regte den Gedanken an und auch in "meinem" Forum hab ich viel Gutes darüber gehört.

Als es mit Jaron und mir wieder schwieriger wurde, holte ich uns also doch mal einen Termin.

Ist ja schließlich nicht billig das Ganze...

 

Ich mußte von der Schwangerschaft und Geburt erzählen, dann wurde verständnisvoll genickt und erklärt.

Gegen Ende der Schwangerschaft hab ich ja 3 Wochen ein Antibiotikum genommen und hab nach der Entbindung 4mal täglich Antibiotika mittles Tropf bekommen.

Ich hab mir überhaupt nicht klargemacht, daß das auch Auswirkungen auf Jarons Magen-darm-Flore hat. Das haut also nochmal zusätzlich in das unausgereifte Verdauungssystem.

Naja und dann gings halt noch um die psychischen Auswirkungen der Entbindung auf den Kleinen 

Die Behandlung an ihm direkt läßt sich schwer beschreiben, da nicht viel Sichtbares unter ihren Händen passiert.

Sie hat mir noch 2 homöopathische Mitel aufgeschrieben, die ich einnehmen soll, um unsere Magen-Darm-Flora wieder hinzukriegen.

 

2 Wochen später sollten wir wiederkommen.

Viel Neues ist nicht passiert bzw konnte ich das, was sie meinte zu beobachen, nicht sehen.

 

Jaron ist von einem zum anderen Termin weitaus wacher, aufmerksamer, interessierter, gelöster, weil er nicht mehr so viel schreit. So hat er mehr Zeit zu brabbeln und strampeln und glucksen und lächeln :)

Aber das kann ja nun auch der ganz normale Gang der Entwicklung sein...

 

In 6 Wochen gehen wir nochmal hin. Dann wirkt sie nochmal auf seine Körperhaltung ein.

Er ist relativ schief. Also wenn er auf dem Bauch liegt, hält er den Kopf immer zu einer bestimmten Seite.

Das ist mir bekannt. Auf dem Wickeltisch bei seinem wilden Frühgestrampel, liegt er auch immer eher nach rechts gekippt.

Da muß was gemacht werden, das seh ich ein und ist überprüfbar.

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Nicole 10/16/2009 12:54


Meiner Meinung nach, ist es legitim und vollkommen verständlich, wenn eine Mutter alles im Rahmen mögliche veranlässt, um dem Kind Schmerzen zu nehmen oder Problemlagen zu beheben. Es ist total
normal - vor allem als "Erstlings-Mutter", sich Sorgen zu machen und mehrere Meinungen anzuhören. Letzteres sollte man sogar.
Mit Johannes war ich neben seinem Kinderarzt bei zwei Kinderorthopäden und bin bei zwei vers. Physiotherapeuten in Behandlung (extremer Knick-und Hackenfuß). JEDER hat die gleichen Ursachen und
Diagnosen festgestellt (ein Glück), aber JEDER von denen behandelt unterschiedlich.
Nun entscheide Du als Mutter mal nach gesundem Menschenverstand und beurteile spezifisches Fachwissen. Ist schwierig, weil vollkommen Themen-/Fachfremd! Und es gibt auf dem Gebiet der
Physiotherapie unglaublich viele vers. Ansichten und Methoden. Ob nun die Osteopathie und Homöopathie Humbug seien oder nicht, ist jedem Nutzer selbst überlassen zu entscheiden.

Zum Glück ist Ann-Kristin jemand, der sehr kritisch und selbstreflektorisch an alle Dinge des Lebens herangeht. So auch hier. Nirgendwo hat sie geschrieben, dass ihre Osteopathin endlich alles
geregelt hat... selbst wenn es so wäre... So fucking what?

Die Gelassenheit mit Kind kommt erst später.
Also hört auf von einem hohen Ross Stiftung Warentest & Co zu propagieren.


Isabella 10/16/2009 09:14


Hier ist ja was los.
Das mit dem Schreien bis zur Heiserkeit war bei uns genauso. Oder Schreien bis zur Erschöpfung. Uns helfen da aber ganz gut die Espumisan Tropfen. Die nehmen auf jeden Fall die Spitze des
Schreianfalls.


Morphium 10/15/2009 19:21


Ich muss da auch nicht aus Solidarität mit meinen Vorfahrinnen so etwas kritisch sehen.
Dafür reicht mir einfach, das entweder nur Ärzte mit Zusatzausbildung oder Heilpraktiker mit Zusatzausbildung als Osteopathen in Deutschland praktizieren dürfen.
Heilpraktiker kann in Deutschland wirklich jeder werden.
Sogar der ehemalige Druckergeselle meines Vaters, der die Gesellenprüfung zum Buch- und Offsetdrucker im dritten Anlauf versemmelt hat und nun in Hamburg als Heilpraktiker praktiziert.
Und nichts gegen Hebammen, aber ich würde mir immer erst Rat beim Kinderarzt holen.
Und 3-Monatskoliken dauern nun mal 12 Wochen, deshalb der Name.
Und für mich wäre die Glaubwürdigkeit in jemanden sofort dahin, wenn er über psychische Traumatas bei Säuglingen durch die Geburt spricht.
Pro Tag kommen weltweit ca. 400.000 Menschen auf die Welt...durch Geburt.
Und wenn es nach Foren geht, dann wäre mein Sohn jahrelang wegen seiner Neurodermitis mit Cortison behandelt worden.
Nee, einfach mal den Kinderarzt gefragt und die einfache Babycreme von bebe hilft ihm super.
Kinderärzte dürfen den Mist den unqualifizierte Osteopathen fabrizieren nämlich nachher behandeln.


Waldloewin 10/15/2009 21:21



Also die klassische Medizin hat auch ganz schön viel Bockmist hervorgebracht.


Jeder ihre Meinung, aber mir wird hier echt zu viel pauschalisiert.


 


Die einen tun zu viel, die anderen zu wenig. Im Endeffekt muß man das mit sich selbst ausmachen.


Ist übrigens die "3Monats-Kolik" nicht ebenfalls ne Modediagnose für alles?


 


 



Ivy 10/15/2009 18:15


Ich bin halt diesem ganzen Modekram gegenüber wirklich skeptisch gegenüber. Das erste, was man über Ostepathie lesen kann ist folgendes:
"Wissenschaftliche Nachweise einer Wirksamkeit der Osteopathie konnten bisher nicht erbracht werden. Die Behauptung, mit der manipulativen Behebung von "Fehlstellungen" der Wirbelgelenke
verschiedenste von "Fehlstellungen" verursachte Krankheiten heilen zu können, widerspricht allen im 20. und 21. Jahrhundert erkannten Fakten über die Anatomie, Physiologie und Pathologie des
menschlichen Organismus."

und
"Es fehlt bisher jeder Beweis, dass die Osteopathie Heilungswirkungen erzielt, die über den Placeboeffekt hinausgehen."

Ärztezeitung und Stiftung Warentest.

Die ersten 3 Monate sind noch nicht vorbei, können also gut die Koliken sein.
Beim Kinderarzt gibt es auch homöopathische Mittelchen.
Ich denke einfach, mal sollte diese 3 Monate abwarten, bevor man zu jemandem geht, dessen Methoden keinesfalls bewiesen sind.


Cathleen 10/15/2009 14:08


Als Therapeutin, die viele Kinder nachbehandeln muß weil früh nichts derartiges getan wurde hab ich auch noch meinen Senf zu der Sache abzugeben. Also wenn der Lütte wirklich einseitig schief sein
sollte in Nacken oder Becken ist es verdammt gut dorthin zu gehen und das einmal zu richten. Nicht mehr und nicht weniger. Nichts zu tun wäre sicher auch okay, aber man erspart sich ne Menge
späterer Folgen die man niemals darauf zurückführen würde weil es einen im Alltag ja nie gestört hat und ja recht unerheblich ist.
Allerdings ist es wirklich ganz schöner Hype darum und es gibt verdammt viele schlechte Osteopathen/Geldabschneider.
Mal unter uns, ein guter Osteopath braucht dafür niemals mehr als 3 Behandlungen, kostet nach meinen Erfahrungen aber auch komischerweise oft etwas mehr als die Kollegen die dafür ewig behandeln.
Meist reicht eine Behandlung schon aus und dann ist die Chose gegessen. Daran erkennt man meist die "guten" ;-)
Soviel zu meinem Senf *lach*